Streichelmaschine

Natürlich sind wir es gewöhnt genug, dass wir unsere Leidenschaften aus einer Welt beziehen, die wir selbst nicht nur allzu gut kennen, die sogar so manch einer von uns als seine eigene Realität bezeichnen würde, die jedoch einen Fallstrick der eigenen Wahrnehmung darstellt.
So sehr wir in Fernsehen, Radio und Begegnung daran erinnert werden, wir dürfen uns nicht mehr zurücklehnen.
So sagt so mancher Mensch, immer nur so, je so umso soer. kann nie gut sein, aber manchmal brauchen die Menschen Wiederholungen, damit sie verstehen, wenn ihnen etwas weh tut, oder dass sie wissen, ob es ihnen vielleicht irgendwie geht.
Konzept:
Einer auf Aggression aufgebaute Gesellschaft, in der der Stärkere gewinnt, möchte TC Hrdina mit seiner Installation "streichelmaschine" einen karikierten Kontrapunkt setzen. Alles wird gut. und ein bisschen über den Kopf streicheln, so einfach.
In einem abgedunkelten schwarzen Raum befindet sich eine erhöhte Plattform, auf der man in zwei sich gegenüber aufgestellten Fauteuils Platz nehmen kann. daneben ist eine Konstruktion aufgebaut, die mittels eines Seidentuches über die Köpfe der Sitzenden streichelt.
Das Ego ist verletzt. komm, setz dich und lass dich ein bisschen streicheln.
Das Auto, das Handy, der Computer, alle diese Dinge mit denen sich Personen umgeben, erfüllen neben ihren Aufgaben auch diesen Zweck. "streichelmaschine" ist ausschließlich dafür konzipiert.
Installation: SKW St. Pölten, 6. - 8. Mai 2005



